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Mit Spielzeug für Kinderrechte „Wir machen die
Welt ein wenig bunter“
(Güster, Dezember 2003)
In Peru schleppen Kinder Ziegelformen. Die sind 24 Kilo schwer, und
die Kinder arbeiten mindestens 12 Stunden pro Tag. In Mali werden
Kinder von professionellen „Arbeitsvermittlern“ an die
Elfenbeinküste zum Pflanzen verkauft, die Mädchen nach Niger zur
Hausarbeit, dabei müssen sie häufig auch sexuelle Gewalt erleben.
Allein in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá wird die Zahl arbeitender
Kinder auf eine Million geschätzt, in vielen weiteren Ländern
arbeiten Kinder hart und unter teilweise entwürdigenden Bedingungen.
250 Millionen Kinder gehen
täglich einer gewerbsmäßigen Arbeit nach. Von dieser Arbeit leben
sie, so sie überhaupt Geld erhalten, und oft auch die Familien.
Kinder ohne Kindheit und ohne
Zukunft.
„Wir machen die Welt jeden Tag
ein wenig bunter“, sagen Gerhard Gollnest und Fritz-Rüdiger Kiesel.
Sie sind die Inhaber eines Handelshauses, das ständig neue
Spielzeugideen ersinnt, vorwiegend Holzspielzeug, in jedem Fall
klassisches Spielzeug, das die Kreativität der Kinder unterstützt. „Toys
pure“ und 'cause heißen die beiden Handelsmarken, unter denen
das Spielzeug vertrieben wird.
'cause ist die
Premium-Marke des Handelshauses und gerade erst ein Jahr alt. Mit 'cause
hat es eine ganz besondere Bewandtnis: mindestens 50% des Gewinns
aus dieser Marke verwenden Gollnest und Kiesel für den Bau von
Schulen für arbeitende Kinder in der Dritten Welt. Schulbildung kann
für diese Kinder den Ausstieg aus der Kinderarbeit bedeuten. Drei
Schulen sind bereits fertig gestellt, in Vietnam, Peru und Kolumbien
lernen Kinder in 'cause – Schulen. Vor wenigen Wochen wurde
die vierte Schule in Mali/Westafrika in Betrieb genommen. Die Kinder
lernen dort aber nicht nur Lesen und Schreiben, sie erfahren auch,
für die eigenen Interessen aktiv zu werden, demokratische Rechte
wahrzunehmen. Auch kindgerechte Arbeit zur Selbstversorgung gibt es
in den Gärten und Bäckereien der Schulen, denn diese Arbeit gehört
zu ihrem kulturellen Umfeld. Aber endlich haben die Kinder auch
Zeit, Kind zu sein.
„Wirtschaften, Handel
betreiben, hat immer auch einen sozialen Aspekt“, so Gerhard
Gollnest, „es ist kein Selbstzweck. Mit 'cause wollen wir persönlich
kein Geld verdienen, die soziale Verantwortung steht für uns im
Vordergrund.“
In dem Kinderhilfswerk terre
des hommes wurde ein kompetenter und vertrauenswürdiger Partner
zur Durchsetzung des sozialen Engagements des Projekts gefunden.
terre des hommes ist international tätig, betreut über 400
Projekte in 27 Ländern und setzt sich auch politisch für die
Durchsetzung der Rechte von Kindern ein.
Das mit kreativ entwickeltem
Spielzeug, hohen Qualitätsansprüchen und sorgfältiger Verarbeitung
nicht nur Kindern in den reichen Ländern eine Freude gemacht wird,
sondern auch denen eine Chance gegeben wird, die sonst eine Bildung
nicht erlangt hätten, findet Peter Mucke, geschäftsführender
Vorstand von terre des hommes, ganz toll. »Wir freuen uns, mit der
Gollnest & Kiesel KG einen guten Partner für eine Zusammenarbeit
gefunden zu haben, die dem Glück von Kindern in der Dritten Welt
zugute kommt. Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht.«
Weitere Informationen zu den Projekten auf
www.cause.de
Handelshaus G. Gollnest & F.-R. Kiesel KG
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