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Handelshaus und Forstamt Trittau:

Öko – Sponsoring für neuen Wald im Kreis Stormarn

(Güster, 15. November 2004)Dr. Cristiane Holländer, Fritz-Rüdiger Kiesel, Gerhard Gollnest, Klaus Müller, Fritz Wodarz, Dr. Christel Happach-Kasan (v.l.n.r.) Im nördlichen Teil des Kreises Stormarn entsteht ein neuer Wald. Rund 30 ha Fläche hat die Landesforstverwaltung dafür erworben. Angrenzend an die Rohlfshagener Holzkoppel der Försterei Sattenfelde wird im Rahmen des Biotopwaldprogramms jetzt aufgeforstet. Die Handelshaus Gollnest & Kiesel KG aus dem lauenburgischen Güster wird die Neuwaldbildung in ganz besonderer Weise unterstützen: Rund 25.000 junge Bäume werden von dem auf Holzspielzeug spezialisierten Unternehmen gesponsert.
Dr. Christel Happach-Kasan (MdB), Umweltminister Klaus Müller, Handelshaus-Inhaber Gerhard Gollnest und Fritz-Rüdiger Kiesel„Auf Naturnähe legen wir bei der Aufforstung besonderen Wert“, betonen René Rudolphi, Revierleiter der Staatlichen Försterei Sattenfelde, und Dr. Christiane Holländer, Leiterin des Forstamtes Trittau. Auf der Fläche werden ausschließlich heimische Laubbaumarten gepflanzt: hauptsächlich Buchen, aber auch Bergahorn, Eiche, Esche, Hainbuche und Vogelkirsche, in den Randbereichen einheimische Sträucher. 125.000 werden maschinell in die Erde gesetzt und bilden in naher Zukunft einen neuen Wald. Etwa ein Drittel der Fläche wird nicht bepflanzt, sondern ganz der natürlichen Entwicklung überlassen.

Gerhard Gollnest Gerhard Gollnest nennt als Beweggründe für das  Sponsoring des Handelshauses die Unterstützung des Gedankens der Nachhaltigkeit und will mit der Initiative ein Beispiel setzen. „Wir verarbeiten Holz und haben den Wunsch, etwas für die Allgemeinheit zu tun und zur Neuwaldbildung in Schleswig-Holstein beizutragen.“
Fritz-Rüdiger Kiesel
Fritz-Rüdiger Kiesel ergänzt, „so verstehe ich auch den Auftrag unseres Grundgesetzes, nachdem der Gebrauch von Eigentum auch gleichzeitig dem Allgemeinwohl dienen soll.“

Schleswig-Holstein ist mit 10,3% Waldanteil nach wie vor das waldärmste Flächenland Deutschlands. 12 % Wald ist das längerfristige Ziel, im Bundesdurchschnitt liegt der Waldanteil bei 30%. In den vergangenen Jahren wurden im Bundesland Schleswig-Holstein jährlich zwischen 120 und 300 ha neuer Wald begründet; im Kreis Stormarn waren es in den letzten Jahren jeweils nur kleine Flächen.

„Um so mehr freue ich mich über die Zusammenarbeit mit dem Handelshaus“, betont Forstamtsleiterin Christiane Holländer anlässlich einer gemeinsamen Besichtigung des Neuwaldprojektes. Eine weitere Neuwaldbildung stünde mit 12 ha Fläche noch in diesem Jahr im Bereich Heidekamp bei Reinfeld an. „Diese Entwicklung finde ich sehr erfreulich.“



„Wald ist eine überaus wichtige Ressource. In Zeiten knapper Kassen

Klaus Müller, Minister für Umwelt und Landwirtschaft in Schleswig-Holstein

bin ich froh, engagierte Sponsoren gefunden zu haben die mithelfen, unser Ziel zu erreichen, den Waldanteil in unserem Bundesland auf 12 Prozent zu erhöhen", bekundete Umwelt- und Landwirtschaftsminister Klaus Müller, der es sich nicht nehmen ließ, mit Gollnest und Kiesel zwei Bäume zu pflanzen.

Für Gerhard Gollnest und Fritz-Rüdiger Kiesel ist die Neuwaldbildung kein einmaliges Projekt. „Wir gehen davon aus, dass Gemeinsinn zukünftig eine stärke Rolle spielen muss und sehen Wald nicht nur ökologisch als notwendig. Der Mensch braucht intakte Naherholungsziele auch zur eigenen Regeneration. Holz ist ein wunderbar warmer Werkstoff, es ist leicht zu verarbeiten und dient dem Menschen bei unzähligen täglichen Verrichtungen. Holz ist ein Stück Menschheitsgeschichte“, führen die beiden Inhaber des renommierten Spielzeugunternehmens aus. Auch im nächsten Jahr wollen sie sich wieder für ein Stück neuen Wald engagieren.